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co_op_Film,
Video
die >fylmklasse<
19.11. - 19.12.2004
Eröffnung: Freitag, den
19. November 2004 um 20 h
Einführung:
Prof. Andreas Köpnick, Fylmklasse der Kunstakademie
Münster
Performances:
Sken Zannos & Martin Knott,
Jan Andreas Enste & Tim Reinfrank
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Unter dem Titel "co_op"
zeigt das Künstlerhaus Dortmund im Herbst
5 Ausstellungen, die sich mit der Frage künstlerischer
Zusammenarbeit beschäftigen.
Die Ausstellungsreihe beleuchtet die verschiedenen
Ansätze und Motivationen von Kooperation.
Die eingeladenen Kooperationsprojekte nutzen unterschiedliche
Medien der zeitgenössischen Kunst wie Malerei,
Konzept, Fotografie, Installation und Film: So
finden beispielsweise Maler, die im Atelieralltag
bewußt den ureigenen Stil verfolgen, Vorzüge
in der Öffnung ihrer gewohnter Strategie,
anders als die auf Zusammenarbeit in Teams angewiesenen
Jungfilmer, anders auch die in effektiven Produktionsgemeinschaften
agierenden Fotografinnen und Installationskünstler.
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Teilnehmende KünstlerInnen:
Stephanie
Benner
Arturo
Camus
Yi-Kyung
Cho
jae
Matthias
Fechner
Maria Frycz
Kai
Hörstensmeyer
Nathalie
Koger
Il-Woo
Lee
Jan
Linnemann
Andrea
Meschede
Anna Carena Mosler
Nadja
Marcin
Till
Nachtmann
Johanna Reich
Justine
Stempkowski
Adriane Wachholz
Ji-Young Yang
Sken Zannos
>
www.fylmklasse.de
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Dont Touch A Running
System
Obwohl während der vergangenen hundert
Jahre im Selbstverständnis der Kunst alles
auf den Kopf gestellt wurde, was irgendwie dazu
tauglich schien, hat die Organisationsform der
akademischen Künstlerklasse"
diese Transformationen seltsamerweise überlebt.
Ein erstaunliches Phänomen, insbesondere
in Zeiten, in denen sich die ernüchternde
Erkenntnis, dass Kunst nicht lehrbar"
ist, längst zu einer gängigen Floskel
in den entsprechenden Studieneinführungen
entwickelt hat.
Immer dringlicher müsste sich damit eigentlich
die Frage stellen, was denn nun in diesen illustren
akademischen Zirkeln vor sich geht. Aber offensichtlich
scheint es trotz aller sytemkritischen Analysen
und didaktischen Konzeptionierungen immer noch
eine Art Respekt vor den Unwägbarkeiten
künstlerischer Wachstumsprozesse zu geben.
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Performance
Sken Zannos & Martin Knott
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Nüchterner ließe sich in diesem
Zusammenhang auch mit der banalen Erkenntnis
des Sytemtheorikers argumentieren, dass ein
funktionierender Zusammenhang nicht in seine
Einzelteile zerlegt werden solle, solange der
Operator an einem weiteren Systemoutput"
interessiert ist.
Das Mysterium "Black Box" soll auch
weiterhin gewahrt bleiben, zugunsten dessen,
was durch die Zellmembran einer Akademieklasse
nach außen diffundiert oder sich mit eigenem
Zellkern bereits selbstständig gemacht
hat. Auf jegliche Form der Sortierung wird dabei
verzichtet. Arbeiten von Studienbeginnern stehen
zusammen mit denen von Examinierten, bereits
preisgekrönte Werke neben Unveröffentlichtem,
narrativer Film neben Musikvideo, analoge Fotografie
neben manipuliertem Digitalprint, Maschinenskulptur
neben Textkunst. Im Ineinandergreifen und Interagieren
der Ungereimtheiten findet sich die produktive
interne Motorik einer Künstlerklasse.
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Performance
Jan Andreas Enste & Tim Reinfrank
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In unserem besonderen Fall,
einer Klasse für "Film, Video und
Neue Medien" - wie die offizielle Betitelung
lautet - liegt natürlich noch eine besondere
Dynamik: Während in traditionelleren Ausdrucksformen
trotz erweiteter Werkbegriffe und Crossover-Strategien"
noch immer die Homogenität der Ausgangsgenres
mitschwingt, erweist sich der zunehmend ausufernde
Kontext
der Medienkunst als verwirrendes Labyrinth,
in dem der Jung-Künstler" entweder
einen siebten Orientierungssinn zu kultivieren
hat oder sich - mit Peter Handke gesprochen
- entschlossen verirren" muss.
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Vielleicht ist damit auch
der richtige Moment erreicht, um das Geheimnis
der "fylmklasse" und deren eigenwilliger
Schreibweise zu lüften. Diese rührt
nämlich nicht aus mangelhafter Korrekturlesung,
sondern aus der Tatsache, dass diese Klasse
bereits eine längere Geschichte hinter
sich hat: In den siebziger Jahren von Lutz Mommartz
gegründet, hat sie seither die Entwicklung
der Bildmedien mitbegleitet, mitgedacht und
mitreflektiert.Der Übergang vom analogen
Film zum digitalen Video, von der narrativen
Erzählstruktur zum nichtlinearen Hypertext
ist hier keine technische Einbahnstraße,
sondern ein korreliertes Spannungsfeld, das
für Wechselwirkungen und Vernetzungen aller
Art bis heute offen ist. In diesem Sinne ist
das y
als eine freie Variable gedacht, als ein nicht
näher bestimmter Unsicherheitsfaktor, der
das System - wie auch immer - lebendig erhält
...
Andreas Köpnick
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Fotos
©:
Adriane Wachholz (Einladung)
| Reinhild Kuhn (Eröffnung, Außenplakat)
| Christoph Bangert (Eröffnung)
Idee
| Konzept für die Ausstellungreihe:
An
Seebach | Jahresplanungsgruppe
2004 Künstlerhaus Dortmund
Organisation:
Reinhild Kuhn | Christoph
Bangert
unterstützt von Mercedes Benz, Niederlassung
Dortmund |
Siebdruckatelier Haubner |
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