die magischen kanäle

Installation und Videos von Claudia Schmacke
+ Historische Fotografien der Emscherlandschaft
   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

16.07.04 - 22.08.04

Eröffnung: Freitag, den 16. Juli um 20:00 Uhr
Grußwort: Dr. Jochen Stemplewski, Emschergenossenschaft
Einführung: Dr. Peter Schmieder, Künstlerhaus

 

Historische Fotos, die die Emschergenossenschaft sonst eher in Präsentationen zeigt und in Kontexten ausstellt, die an Geschichte, Technik und Information
interessiert sind, einmal ganz anders – in Nachbarschaft mit einer künstlerischen Arbeit, die ebenfalls eine Wasserleitung in weiteren Sinne ist – zu zeigen, schien dem Künstlerhaus, der Kölner Künstlerin Claudia Schmacke und der Emschergenossenschaft ein Experiment wert.

Wir freuen uns, dass diese ungewöhnliche Ausstellung zustande gekommen ist, eine Ausstellung,
in der echtes Wasser fließt, das man nicht nur sehen, sondern auch hören kann.
 
 
 
 

Teilnehmende KünstlerIn:


Claudia Schmacke [*1963]

>www.schmacke.net
 
 
 
 

Claudia Schmacke:
Seit etwa 10 Jahren arbeite ich an einigen größeren Installationen, die bis zu 4 Kilometer transparente Schläuche enthalten, in denen ein ausgefeiltes Verhältnis von Wasser und Luftblasen herrscht, durch spezielle Pumpen in Zirkulation versetzt. Das Resultat ist eine Schau von Bewegung innerhalb fester Grenzen, eine offene Metapher für Netzwerke und Verbindungen, die vom umgebenden Raum und der Perspektive des Betrachters erzeugt werden. Die Installationen enthalten immer verschiedene Ebenen der Wahrnehmung und produzieren eine fast hypnotische Qualität. Neben dem visuellen Eindruck der Installation werden als weitere formende Elemente die Wahrnehmung von Ton, Bewegung und Zeit angeregt. [...]

Meine künstlerische Arbeit konzentriert sich verstärkt auf Bewegungen von Flüssigkeiten im Körper, in der Architektur, in der Geographie und in der Physik. Sie hebt die Idee der sichtbaren und versteckten Netze als Kommunikation, Verkehr, Körper, Energienetze hervor. Mein Interesse am Wasser als Material wuchs mit dem zunehmenden politischen Wert, den es im Jahrzehnt der Globalisierung und in der Privatisierung der Betriebsmittel gewinnt. Ich sehe Wasser als eine unserer Lebensgrundlagen, es sollte als Element jedem Menschen zugänglich sein, ohne verschmutzt oder unbezahlbar zu sein [vgl. UN Charta].

Durch die Arbeit hoffe ich das Bewußtsein der Menschen für unsere zunehmend problematischer werdende Haltung gegenüber unserem natürlichen Lebensumfeld, z.B. dem Klima zu schärfen. Meine Installationen betten alle diese ambivalenten Aspekte des Wassers mit ein: als natürliches Element ebenso wie als technologische Substanz. Die Idee einer kreisförmigen Zirkulation steht der Idee einer nie versiegenden Ressource, eines stets verfügbaren Hilfsmittels gegenüber.

 
 
 
 
 
 

Historische Fotografien der Emscherlandschaft

Emschergenossenschaft

>www.emschergenossenschaft.de

 
 
 
 
 
  Über vierzig historische Fotografien aus dem Archiv der Emschergenossenschaft zeigen die Entstehung der Emscher als Industriefluss. Vor dem Hintergrund der nun begonnenen Renaturierung und Umgestaltung (ein 4,4 Mrd Euro-Projekt) ist der Rückblick in die Industriegeschichte und in die Geschichte des "Ruhr"-Gebietes besonders aufschlussreich. Die Fotoabzüge wurden sorgsam von den vorhandenen Glasnegativen der Emschergenossenschaft abgezogen.
 
 
  Die Auswirkungen der Technik zeigen sich nicht in Meinungen und Vorstellungen, sondern sie verlagern das Schwergewicht in unserer Sinnesorganisation oder die Gesetzmäßigkeiten unserer Wahrnehmung ständig und widerstandlos. [Marshall Mc Luhan]
 
 
  Foto Schmacke, groß: Marcus Schwier, Fotos Eröffnung und Schmacke, klein: Rona Rangsch
Idee|Konzept für die Ausstellung:
An Seebach, Künstlerhaus Dortmund
Organisation:
Peter Schmieder, An Seebach
unterstützt von Speck-Pumpen Roth und von der Emschergenossenschaft
 
 
   

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