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Raumflucht
Raumvorstellungen
in Fotografie und Malerei
11.03.
01.05.2005
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Eröffnung:
Freitag, den 11. März 2005 um 20 h |
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Teilnehmende KünstlerInnen:
Christian Diehl
Andreas Koch
Guido Marsille
Stefan Mauck
Michael Reisch
Myriam Resch
Kathrin Schiffbauer & Mike Lankes
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Raumflucht
ist eine Ausstellung, die Aspekte des Spannungsfelds
von Raum, umbautem Raum und Freiraum zeigt. Dabei
sind Innenarchitektur, Architektur und Landschaft
in ihren wechselseitigen Bezügen und im Bezug
zum Individuum als Raumnutzer gemeint. Die
Arbeiten der sieben beteiligten Künstlerpositionen
beschäftigen sich mit diesem Thema, in Installationen,
Fotografie, Malerei, Zeichnung und Design. Die
Kuratoren der Ausstellung haben besonderen Wert
auf eine Zusammenstellung von Arbeiten gelegt,
die sowohl inhaltlich als auch formal eine große
Bandbreite abdecken.
Drei Hauptbereiche werden von der Ausstellung
thematisiert: Neben computererzeugten Bildräumen
als Parallelwelten geht es um klassische
Illusionstechniken in Malerei und Zeichnung als
Balancierstange für die Realität und
um skulpturale Kommentare zu sozialräumlichen
Verhältnissen. |
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Christian
Diehl (Dortmund) |
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Christian Diehl
zeigt in der Serie Dortmunder Berge,
dass sich an unvermuteten und überraschenden
Stellen Erhebungen finden, die diesen Namen
verdienen, wenn auch ironisch gefärbt.
Diehl wählt für seine Bauschuttberge
Bildausschnitte, in denen weder im Vorder- noch
im Hintergrund weitere Informationen vom Motiv
ablenken können. Auf diese Weise verleiht
er den temporären Bergen eine Monumentalität,
die in krassem Widerspruch zu ihrer Vergänglichkeit
steht. So ergibt sich eine erhabene Typologie
hinsichtlich der jeweils spezifischen Struktur
und Farbigkeit von Abrissvorhaben im östlichen
Ruhrgebiet.
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Andreas
Koch (Berlin)
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Andreas Kochs Arbeiten bedienen
sich aller Medien, ob Fotografie oder Film,
ob Skulptur oder Installation. Immer geht es
dem Künstler um die Reorganisation und
Sichtbarmachung des Raumes, der drei Dimensionen.
Indem er Maßstab und Beziehung zwischen
den Objekten verändert, verunsichert Koch
dauerhaft das Sehen. In großformatigen
Schwarzweißbildern, teilweise als Tapete
auf die Wand aufgezogen, spielt er mit der zunehmenden
Auflösung der Fotografie ebenso wie mit
der Verleugnung und Umkehrung von Perspektiven.
Die Muster seines alltäglichen Umfeldes
bilden die Grundlage für fotografische
Arbeiten und für Playmobil-Installationen.
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Guido
Marsille
(Rotterdam)
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Guido
Marsille hat mit der Möbelserie Krat
eine neuartige Form von Interieur für den
öffentlichen Raum geschaffen. In Anlehnung
an Rietvelds bewusst einfach strukturierte Möbel
bildet er aus Brettern plastische Verweilmöbel
ungewöhnlicher Ausmaße und neuartiger
Funktion, für den Schulhof wie für die
Fußgängerzone oder eine Mall. Im Künstlerhaus
dokumentiert er das gesamte Spektrum seiner Arbeit,
zeigt aber auch Beispiele der aktuellen Serien.
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Stefan
Mauck
(Bern) |
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intensive Auseinandersetzung mit Gestalt und Inhalt
von Behausungen ist der Ausgangspunkt von Stefan
Maucks Arbeit. Seine Reliefs zeigen Häuser,
reduziert auf ihre architektonischen Merkmale,
halbiert, in Schräg-ansicht vor die Wand
tretend. Mauck macht die Beziehung zwischen architektonischen
Formen und ihrer Füllung zum Thema. Die Arbeiten
für den Außenraum bestehen aus Texten,
deren Schriftbild architektonische Ansichten nachbildet.
Inhaltlich befassen sich die Texte mit der Entstehung
der Bauten und den Lebensumständen ihrer
Bewohner. In Installationen für den Ausstellungsraum
stellt Mauck perspektivisch angelegte Umrissmodelle
aus Holz Texten gegenüber, welche die Architektur
beschreiben. |
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Michael
Reisch
(Düsseldorf)
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In
großformatigen Fotografien zeigt Michael
Reisch Ansichten aus Industrie- und Wohnbau, aber
auch von Landschaften. Im Zusammenspiel zwischen
den Architekturen und den sie umgebenden Naturandeutungen
stellt sich ein Unbehagen ein, das sich aus der
Künstlichkeit der dargestellten Szenerie
speist. Die am Computer entstandenen bereinigten
Bilder sind Schöpfungen des Künstlers,
der unsere landläufigen Vorstellungen lediglich
als allgemeine Fixpunkte in eine komplett überformte
Bildwirklichkeit einträgt. |
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Myriam
Resch (Düsseldorf)
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In
Myriam Reschs Wandarbeiten wird virtuos mit der
Differenz zwischen Illusion und dem Making-of
gespielt. Noch während die Arbeit ihre bisweilen
romantische Wirkung entfaltet, wird dem Betrachter
das Gemachte der Situation deutlich. Die vordergründige
Illusion bindet sich auf diese Weise plötzlich
zurück an den Raum, in dem sie entstanden
ist. In den Wandarbeiten interpretiert Resch den
Raum, während ihre Tafelbilder Architektur
als Patchwork, als Muster vorführen. |
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Kathrin
Schiffbauer / Mike Lankes (Nideggen) |
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Kathrin
Schiffbauer löst in Zusammenarbeit mit Mike
Lankes die gewohnte Architektur durch eine Folge
lebensgroßer Zeichnungen ab,
die der Realität angeheftet werden. Bei aller
raumgreifenden Ausdehnung der Arbeit wird durch
die Reduktion der zeichnerischen Mittel die große
Geste vermieden. Stattdessen ergibt sich in den
Installationen die gleichzeitige Wahrnehmung von
Dreidimensionalität als Zeichnung und der
Zeichnung als Raumersatz. Irritationen über
die Raum- und Realitätsverhältnisse
gehen so Hand in Hand. |
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Fotos
©:
die KünstlerInnen
|NN (Eröffnung)
Organisation:
Reinhild Kuhn
| Dr. Peter Schmieder | Elly
Valk-Verheijen
unterstützt von Viessmann Werke GmbH
& Co KG, Allendorf
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