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Wiederholung, Rotation und Prozess

30. März bis 13. Mai 2007

   
   
Eröffnung: Freitag, 30. März 2007, 20 Uhr
   
     
 

Teilnehmende KünstlerInnen:

Jens Andres [Mainz]
ditisdit [NL]
Gilbert Geister [Köln]
Ralf Gemein [Düsseldorf]
Anne Katrin Schreiner [Frankfurt]
Klaus Walter [Göhren/Rügen]
Stefanie Unruh [München]

 
   
   
 
 

 

     
  Mit den Techniken der Wiederholung, der Rotation und des Prozesses sind populäre Vorgehensweisen in der Bildenden Kunst beschrieben. Künstler wählen diese Verfahren, wenn ihre Bildwelt sich im weitesten Sinne an populäre Vorbilder anlehnt, um in der Technik eine Entsprechung zu den überbordenden ästhetischen Angeboten des Alltags zu finden. Die Ausstellung im Künstlerhaus Dortmund zeigt in Installation und Malerei, in Fotografie und Aktion, zu welchen Ergebnissen die Künstler auf diese Weise gelangen. Die Spannbreite reicht dabei von inszenierter über repetitive bis hin zur automatisierten Malerei, von rotierender Motivik in der Fotografie bis hin zur Parodie auf die populären Mitmachaktionen. Im Künstlerhaus werden ausführliche Werkgruppen der einzelnen Positionen zu sehen sein.  
 
 
 
 

 

 
  Jens Andres  
 
 
 
 
 
 

...malt diese Wirklichkeit, indem er sie zunächst wiederholt und ihr scheinbar ganz belanglose Motive entnimmt, die er realistisch auf kleinere Leinwandformate überträgt ...Dieseeinzelnen Tableuas werden mit anderen zu einer installativen Malerei” kombiniert, zu einem inhaltlichen wie auch stilistischen Cross-Over. Das anfänglich Banale wird so im neuen Kontext zu einem Symbol abstrahiert, das sich in eine Assoziationskette reiht, die nicht erzählen will, sondern zum intelligenten Denken und durchaus humorvollen Raten anregt. (Dietmar Schuth)

 
 
     
  ditisdit  
 
   
   
 

 
In subversiven populären Aktionen entstehen unter Beteiligung des Publikums Malereien an Hauswänden, Aktionen im öffentlichen Raum, bei denen die Arbeit des einzelnen in etwas großem, häufig genug auch Provokativem aufgeht.  
 
     
Gilbert Geister  
 
 
 
   
  Geister zeigt eine großformatige Malerei, die durch den permanenten Überflug eines malenden Hubschraubers entstanden ist. Das Modell steht nicht dem Maler Modell, sondern wird hier in der Malerei selbst aktiv, weniger die Auslöschung der künstlerischen Handschrift ist Thema als vielmehr deren technische Medialisierung.
   
     
Ralf Gemein  
 
 
 
 
  Dass die Subjektivität der künstlerisch-malerischen Praxis dabei mit der Stereotypie ihrer objektiven Ausführung konkurriert, gehört ebenso zum Konzept wie die spannungsreich angelegte Beziehung zwischen Linearität und Bildfläche einerseits, sowie der Vielschichtigkeit des bezeichneten Bildarums andererseits. (J.L.)
   
     
Anne Katrin Schreiner
 
 
 
 
 

  Aus den bildgewordenen Verführungen dieser (Schein-) Welten greift sie einzelne Puzzleteile heraus und erfindet neue Kombinationen, die wiederum einen ornamental anmutenden Charakter annehmen. (Lisa von Mengden)
   
     
Stefanie Unruh  
 
 
 
 
  Gezeichnete Interieurs wurden computeranimiert und als Videos gezeigt. Auf diese Weise erhielten die Zeichnungen eine zeitliche Dimension. Präsentiert wurden die Videos in nachgebauten Wohnensembles, die ebenso aus den gezeichneten Interieurs entwickelt wurden. Die Zeichnungen sind auf diese Weise nicht nur medial wiederholt und verändert worden, sondern werden zum räumlichen Statement.
   
     
Klaus Walter
 
 
 
 
 

  Die Stilisierung von Formen wird bei ihm soweit geführt, dass einige Arbeiten an Tapetenmuster erinnern. Unter Verwendung von Schablonen nutzt er ein traditionsreiches Druckverfahren, das Vervielfältigung auf unkomplizierte Weise ermöglicht. Für Walter tragen Muster den Charakter niemals endender Struktur ... Wer sich wie Walter mit dem Thema "Muster" auseinandersetzt, kommt zwangsläufig zu der Fragestellung nach der Bedeutung der Handschrift im Gestaltungsprozess. (Kornelia Röder)
   
   
 

Einladungskarte ©: Motiv von Stefanie Unruh, Layout von Patrick Borchers
Abbildungen
©: die KünstlerInnen

Organisation: Patrick Borchers | Dr. Peter Schmieder

unterstützt durch: Sparkasse Dortmund, Kulturbüro der Stadt Dortmund