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Seit 2007 sammelt das binationale Künstlerteam (Deutschland/Österreich) mit Basis in Stuttgart Handyfilme die sie unzensiert in ihrem Archiv einordnen, das sich immer mehr zu einem faszinierenden Zeitdokument entwickelt. Die Sammlung als eine Art Spurensicherung und Verortung der Gegenwart - Teile daraus sind unter www.pw-videoblog.de im Internet veröffentlicht.
Es ist die Mischung aus amateurhaften Dokumentationen des eigenen Lebens, der direkte, unverstellte Blick auf die eigene Wirklichkeit, die unmotivierten ziellosen Kameraschwenks als Ausdruck von Langeweile, aber auch die gezielten kleinen Inszenierungen, die ihren Sammlertrieb weckten.
Durch Verarbeiten und Herausfiltern von Fimsequenzen, Gesten und Blicken aus ihrem Archiv richten Eva Paulitsch und Uta Weyrich den Fokus auf die Diskrepanz zwischen räumlicher Nähe und sozialer Distanz und spielen so mit der Grauzone zwischen Inszenierungen und realer Alltagswelt.
Für das Künstlerhaus Dortmund haben die beiden mit drei raumgreifenden Videoinstallationen ein Ausstellungsformat entwickelt, das den Besucher Inhalte ihres Archivs zugänglich und erlebbar macht.
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