Künstlerhaus Dortmund
Kontakt   Sunderweg 1 | 44147 Dortmund | fon 0231 - 820304 | fax 0231 - 826847 | email buero at kh-do.de
Öffnungszeiten   Büro  Mo + Fr 10 - 14 h Di - Do 10 - 16 h  |  Ausstellung  Do - So 16 - 19 h
DE   EN

Artist-in-Residence-Programm


Seit 2005 schafft das Künstlerhaus Dortmund eine zusätzliche Möglichkeit für ausländische Künstlerinnen und Künstler aller Sparten der Bildenden Kunst: die Artist-Residency während der Sommermonate Juni bis August.

Für einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen stehen ein Wohn- und Schlafraum (ca. 20 qm - Dusche und WC, sowie komplett ausgestattete Wohnküche separat) und ein Arbeitsraum (57 qm) mietfrei zur Verfügung. Zudem übernimmt das Künstlerhaus die Kosten für die An- und Abreise und gewährt einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten von 10 Euro pro Tag. Nach Absprache kann darüberhinaus ein Projektkostenzuschuss von bis zu 1000 Euro nach Rechnungsvorlage gezahlt werdem.

Das Künstlerhaus-Team unterstützt den Gastkünstler/die Gastkünstlerin nach Kräften in allen organisatorischen und praktischen Fragen. Auf Wunsch besteht zum Abschluss des Aufenthalts die Möglichkeit der Ausrichtung einer Präsentation im Rahmen der ersten Herbstausstellung oder als Atelierausstellung.


> Bewerbung



Gastkünstler 2012:

Caroline Molusson (* 8.12.76, F)
Installation, Video, Skulptur

Das Künstlerhaus Dortmund hat sich in diesem Jahr für Caroline Molusson aus Bordeaux (F) als diesjährigen Sommergast entschieden. Molusson überzeugte die Mitglieder-Jury mit ihren sensiblen Arbeiten, in denen es der Künstlerin darum geht, die natürliche Ordnung der Dinge auf subtile Weise zu stören. Dass dies gleichsam Störungen unserer Rezeptionsgewohnheiten zur Folge hat und sich möglicherweise verfremdend auf unsere Handlungsautomatismen auswirkt, kommt der Künstlerin entgegen. Denn eine der Fragen, mit der sie sich während ihres Aufenthaltes in Dortmund intensiv beschäftigen will, lautet: Wie können wir von einem Kunstwerk berührt werden?


Modèle d'exposition, 2010, carton gris, scotch, fil transparent, 260 x 260 cm, hauteur variable


En ordre de marche, 2011,carton d'encadrement, 300 x 200 cm


www.carolinemolusson.com



Bisherige Gastkünstler:

2011

Hui Wai Keung
(*1973, Hong Kong, CN )

Hui Wai Keung lebt und arbeitet in Hong Kong, China. Er fing erst mit 30 Jahren an, sich aktiv mit Kunst zu beschäftigen. 2002 belegte er seinen ersten Zeichenkurs. Danach studierte er Visuelle und Neue Medien und erhielt 2004 den MFA der School of Creative Media, City University of Hong Kong. Zudem absolvierte er die Hong Kong Art School im Fach Bildende Kunst mit Schwerpunkt Skulptur.
Auszug aus seinem Projektvorschlag:
Recently, I am intrigued by the concept and poetic character of “impossibility”. (...) I am looking for  failed experiments, wrong theories, rejected proposals, or any ridiculous idea. It could be an idea that proved to be wrong as it violates the laws of nature, but which could be possible on a logical basis. Or it could be a legend which is said to be logically impossible, but has been widely believed to be true. (http://www.huiwaikeung.org/)


Abbildungen: Präsentation 'Plastron - another side', 26.8. - 4.9.2011

Fotos ©: Jens Sundheim


2010

Maria Raponi (*1975, Toronto, CA)

Maria Raponi lebt in Toronto und arbeitet mit einem breiten Spektrum von künstlerischen Medien. Ihre Arbeit erkundet die Beziehung von wahrgenommener und interpretierender Erfahrung, zwischen direkter Erfahrung der Welt und dem Versuch der Sinngebung. Diese Beziehung wird durch das Geschichten-Erzählen hergestellt. Die Geschichten, die wir teilen, die Geschehnisse, derer wir uns erinnern und die Orte, die wir erschaffen, helfen uns dabei, unsere Umgebung abzustecken und uns dazu in Beziehung zu setzen. (www.mariaraponi.com)


Präsentation re-site, Eröffnung am 6.8.2010, zusammen mit kunstgruppe GOTTLIEB




re-site, Ausstellungsansichten, Fotos ©: Jens Sundheim

Während ihres Aufenthaltes in Dortmund hat Maria Raponi eine Serie von Lichtkästen realisiert, die zusammengestzte Abbildungen der Decken der Ausstellungsräume des Künstlerhauses zeigen. In dieser ortsbezogenen Arbeit werden die Decken, die sonst die Beleuchtung für die Betrachtung von Werken tragen, zum Thema und Inhalt der Arbeit selbst.
 
Obwohl direkt mit der Architektur verbunden, eröffnen die Bilder einen kontemplativen Raum, den der Betrachter für sich in Anspruch nehmen kann. Statt einen Augenblick fotografisch einzufrieren, besteht jedes Deckenabbild aus einer Vielzahl von Fotografien, die zu verschiedenen Zeiten aufgenommen wurden und daher in Farbigkeit und Lichteinfall variieren.


links: 3e - Künstlerhaus Dortmund, 64 x 52cm, rechts: 3a - Künstlerhaus Dortmund,60 x 51.8cm, Inkjet-Folien; ©: Maria Raponi


2009

Dillan Marsh (*1980, Bristol, UK)

Dillan Marsh aus Großbritannien kreiert mit Hilfe von Objekten, Zeichnungen und Videos eine Welt, in die der Betrachter eingeladen ist einzutauchen. Jedes einzelne Werk ist Teil eines größeren Ganzen und daher nie wirklich beendet bzw. fertig. Die Arbeit in fremden Umgebungen ist für ihn wichtig, um Ideen auszutauschen und allgemein seinen Horizont zu erweitern.
Dillan Marsh studierte am York College Kunst und Design mit Schwerpunkt Fotografie und absolvierte seinen Abschluss in Bildender Kunst an der Universität Bristol mit Auszeichnung.
Er war Erasmus-Stipendiat an der Hochschule der Künste, Berlin und Artist-in-Residence an verschiedenen Orten in Großbritannien und den USA.

In Dortmund hat er im Rahmen seines Book Project eine Maschine zur Verarbeitung von Büchern in Rohmaterial konstruiert, das dann vielseitig verwendet werden kann, z.B. als Baumaterial oder günstiger Treibstoff. Recycling und die Umwandlung von Abfall in Energie spielen bereits in früheren Arbeiten des Künstlers eine Rolle, ohne dass es ihm primär um ökologische Aspekte ginge. Thema ist vielmehr das Buch als tot-gesagtes Medium in einer Zeit von Rezession, steigender Ölpreise und potentieller Klimakatastrophen und seine Verwertung in einer Zeit, in der Überleben wichtiger geworden ist als das Erhalten von Wissen und Kultur.



Die Abbildungen zeigen die abschließende Präsentation seiner Arbeit in seinem Atelier.  






2008

Tamara Fleming (*1983 in Anchorage, USA)

Tamara Fleming besuchte die OC High School of the Arts, Santa Ana, Kalifornien und studierte an der Santa Reparata International School of the Arts, Florenz. 2005 machte sie ihren Abschluss in Bildender Kunst an der University of California Los Angeles. Seit 2005 besucht sie die Akademie der Bildenden Künste Wien.

Während ihres Aufenthaltes in Dortmund hat sie ihre Arbeit fortgesetzt, in deren Rahmen sie die sie umgebende externe Welt studiert, individuell begreift und mittels einer Kombination fotografischer, zeichnerischer, malerischer und installativer Medien auf diese reagiert.





Abbildungen: Abschlusspräsentation im Künstlerhaus


2007

Helen Johnson (*1980, Northcote, AUS)

Die Australierin Helen Johnson aus Northcote, Victoria war im Juni und Juli 2007 unser Gast. 2002 hat sie den Bachelor of Fine Arts an der RMIT University, Melbourne absolviert. Ihre Hauptarbeitsfelder sind raumspezifische Zeichnung und Malerei auf Papier und Wand.

Während ihres Aufenthaltes im Künstlerhaus Dortmund hat sie zum Thema persönliche, häusliche Einrichtungen gearbeitet.



Abbildungen: Eröffnung der Abschlusspräsentation am 27. Juli 2007
Die Dokumentation war anschließend bis zum 23.10.2005 im Laboratorium zu sehen






2006

Anna-Maria Karczmarska (*1981, Krakau, PL)

Die Künstlerin aus Krakau war im Sommer 2006 unser Gast.
Sie studierte an den Kunstakademien von Krakau und Mailand; ihre Arbeitsfelder sind inszenierte Fotografie, Trickfilm, Malerei und Plastik/Objekt.

Ihre Arbeit während des Gastaufenthaltes:
Ernten - Einmachen



Die Arbeit war vom 25. bis 27. August im großen Ausstellungsraum und anschließend bis zum 15.10.2006 im Laboratorium zu sehen


2005

Anna Gonzalez (*1980, Barcelona, ES)

Die Konzeptkünstlerin aus Barcelona wurde für den Aufenthalt 2005 ausgesucht und arbeitete vom 1. Juli bis 15. September 2005 in Dortmund.

Ihre Arbeit während des Gastaufenthaltes:
Vorruhestand


Fotos von Gustel Gawlik

In der Vergangenheit arbeiteten Menschen oftmals bis kurz vor ihrem Tod. Durch die gestiegene Lebenserwartung heutzutage haben gesunde Rentner in der entwickelten Welt bedeutend mehr Zeit, über die sie frei verfügen können. Die Menschen haben sich gewissermaßen Zeit erschaffen. Anna Gonzalez untersuchte diese von Menschen geschaffene Zeit. Durch "Vorruhestand" lernte sie das Leben von Senioren kennen. Zunächst nahm sie an Sommeraktivitäten im 'SeniorenSommer 2005' des Wilhelm-Hansmann-Hauses teil; dann wurde sie in einem zweiten Teil vorübergehend eine Bewohnerin des Seniorenwohnsitzes Nord.