Künstlerhaus Dortmund
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experimental noise festival

am 3. Juni 2011, ab 19 Uhr

mit:

Weltausstellung (Düsseldorf / Berlin)
Ampersand
(London)
Ralf Schumann
(Oberhausen)



Weltausstellung
(Peter Issig, Stefan Jürke, Anja Lautermann, Uwe Möllhusen, Thilo Schölpen)



Die Gruppe formierte sich als Verbindung von bildenden und Klang-Künstlern/Musikern. Sie experimentieren und forschen in einem Düsseldorfer Studio. Sie performen öffentlich als Ensemble für non-logische, surreale Klang-Konzepte sowie elektroakustische Echtzeit-Komposition, dem Spiel mit dem Unerwarteten. Oder sie konstruieren kommunikative Situationen mit ihren audiovisuellen Rauminstallationen. Ihre Mittel sind Raum, Zeit, (gefundene) Klangobjekte, Elektronik. Ästhetisches Ideal ihrer Geräusch-Musik ist ein elektro-mechanisches Klangbild, das neben dem Materialklang der „soundobjects" auch deren kinetische Eigenschaften zum Tönen bringen soll. Mit der romantischen Haltung von Stil-Rebellen spielen sie mit den befreienden, irrationalen Aspekten der Avantgarden des letzten Jahrhunderts, isolieren Teile der mittlerweile musikhistorischen Erfindungen von der Geschichte und ihren Totengräbern, um sie als Treibstoff und imaginäres Instrument für ihre wiederbelebenden Spleens zu nutzen.
(www.myspace.com/weltausstellung)



Ampersand
Stephen Oldfield, Joe Oldfield, Jerome Graves



Ampersand führt seine Einflüsse ebenso zurück auf experimentelle Bands wie This Heat oder Karl-Heinz Stockhausen als auch auf Bands der 80er wie Test Department oder Einstürzende Neubauten, für die sie 2004  in Zagreb als Vorband spielten. Darüberhinaus sind Gamelan und Sufi als musikalische Referenzen erkennbar.
Anders aber als beispielsweise die Einstürzenden Neubauten oder Test Department spielen Ampersand keine Musik mit traditioneller Struktur. Vielmehr sammeln sie eine Vielzahl von Geräuschen, um in der Improvisation daraus komplexe Soundskulpturen zu entwickeln, die in der Länge zwischen 30 und 45 Minuten variieren.
Immer akustischer Natur benutzen Ampersand hierfür als Instrumente Gegenstände wie übergroße Patronenhülsen, Wellblech, Messingrohre oder etwa das Innenleben eines Pianos.
Obwohl man Ampersands Musik als Zufallsprodukt beschreiben könnte, greifen die Töne am Ende stets zu einer abwechslungsreichen ätherischen Musik ineinander.
(http://www.myspace.com/ampersandtv)



Ralf Schumann



Da sich das Ohr nicht selbsttätig verschließen kann, gelangen Schallereignisse unwillkürlich direkt in das zentrale Nervensystem. Das öffnet dem Klangkünstler die Tür für manipulative Eingriffe in dieses akustische Netzwerk, um durch Verfremdung und Erzeugung von Musik und Geräusch den Zuhörer in Erstaunen zu versetzen. Die gesamte Bandbreite künstlerischer Stilmittel wie Irritation, Provokation und Harmonie nutzend, ergänzt Ralf Schumann so die hauptsächlich auf visuelle Erfahrung angelegte bildende Kunst.
Das künstlerische Schaffen des Musikers, DJs und Klangkünstlers umfasst die Bereiche Geräuschkollagen, Klanginstallationen und ambient music genau so wie komplexe traditionelle Improvisation und Komposition. Auch ungeübten Ohren wird Zugang zur akustischen Kommunikation und neuen Klangdimensionen ermöglicht. Live-Auftritte sind eingebettet in ein der jeweiligen Räumlichkeit angepasstes audiovisuelles Konzept.
Bei seiner Arbeit "Schall auf Fall", die als "Nebenschauplatzhörbarmachung" speziell für einen Raum im Künstlerhaus Dortmund entwickelt wurde, benutzt Ralf Schumann entgegen seinen Gewohnheiten keine modifizierende Elektronik.



Organisation: Rona Rangsch
Abbildungen ©: Rona Rangsch

freundlich unterstützt durch:
Sparkasse Dortmund, Kulturbüro der Stadt Dortmund